Drückergarnituren

Haustüren gelten immer mehr als Statussymbol, das der Hausfassade den letzten Schliff verleiht. Sie tragen zu einem stimmigen Gesamtbild des Hauses bei und dementsprechend müssen sie hinsichtlich Größe, Farbe und Material auch zum Rest passen. Eine Haustür ist mehr als ein funktioneller Gegenstand, der beim Kauf nach rein zweckmäßigen Kriterien ausgewählt wird – zumindest sehen das mittlerweile die meisten Hausbesitzer so. Kaum jemand gibt sich noch mit einer ästhetisch wenig ansprechenden Haustür zufrieden und gibt, um das zu vermeiden, auch gerne mal den ein oder anderen Euro mehr aus.

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Damit Haustüren optisch den Ansprüchen der Besitzer genügen, müssen selbstverständlich auch ihre Elemente erstklassig aussehen – vor allem die Drückergarnituren. Die Zeiten unauffälliger, kaum wahrnehmbarer Drückgarnituren sind also längst vorbei. Die Kombination aus Drücker und Türschloss muss dabei nicht nur hochwertig und formschön sein, sondern ebenso eine hohe Stabilität und Robustheit besitzen, damit die Haustür dem Hausbesitzer absolute Sicherheit garantiert.

Es darf kein Durchkommen für Einbrecher und andere ungebetene Gäste geben. Denn die Haustür ist die letzte Barriere zwischen der mitunter sehr stressigen Außenwelt und dem Haus als gemütlicher Rückzugsort, in dem man ein Höchstmaße an Privatsphäre genießen können muss. Und nur eine stabile und robuste Drückergarnitur macht eine Haustür richtig funktionstüchtig, sodass man sich im Haus absolut sicher fühlt.

Darüber hinaus sollte eine Drückergarnitur über eine Isolierfunktion verfügen – so wie die übrigen Elemente einer Haustür auch. Es ist nämlich nichts schlimmer, als wenn die durch die Heizung erzeugte Wärme im Winter nach draußen dringen kann und nicht im Innenbereich des Hauses bleibt. Schließlich möchte man sich in diesem von der kalten Außentemperatur aufwärmen können. Leider gelingt das nicht, wenn die ganze Wärme entweicht. Neben einer Isolierfunktion ist der Schallschutz ganz wichtig. So sollte eine Drückergarnitur von der Farbe und dem Material auch diesbezüglich auf den Rest der Haustür abgestimmt sein. Denn nichts ist unangenehmer, als wenn man sich einen ruhigen Abend im eigenen Heim machen möchte und von draußen dringt Lärm fahrender Autos, sich unterhaltender Menschen oder diverser Umgebungsgeräusche ins Haus. Ein guter Schallschutz darf also auf gar keinen Fall fehlen.

Die Drückergarnitur hat also nicht nur optische Anforderungen zu erfüllen, sie muss auch für Sicherheit sorgen und über eine Isolierfunktion sowie einen Schallschutz verfügen. Ihre Bestandteile sind: Türgriffe, Sicherheitsschloss und Garniturprofil. Es gibt sie aus vielen verschiedenen Materialien, sodass man sich beim Kauf ganz an seinen persönlichen Vorstellungen orientieren kann. Aluminium, Stahl, Messing, Eisen und Schmiedeeisen sind die gängigsten Materialien, die zur Herstellung von Drückergarnituren verwendet werden. Zwar findet man auch vereinzelt aus Kunststoff gefertigte Drückergarnituren, diese sind jedoch meist bei weitem nicht derart robust und stabil wie die aus den anderen fünf genannten Materialien.

Allerdings gilt es, sich nicht nur auf das Material zu verlassen. Denn auch einige Kunststoff-Drückergarnitur sind sehr stabil und eigenen sich perfekt zur Befestigung an einer Haustür. Es kommt letzten Endes nämlich einzig und allein auf die Qualität einer Drückergarnitur an und da ist es egal, ob diese aus Aluminium, Stahl, Messing, Eisen, Schmiedeeisen oder eben Kunststoff besteht. Bei richtiger Verarbeitung liefert jedes dieser Materialien erstklassige Qualität.

Des Weiteren gibt es zwei verschiedene Bauarten von Drückergarnituren. In der einen der beiden Varianten sind Drücker und Türschloss in einer Garnitur integriert, in der anderen liegen sie als zwei einzelne Elemente vor, die getrennt gekauft und anschließend zusammengebaut sowie an der Tür angebracht werden müssen.

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Wer sich nicht mit einer Drückergarnitur zum Sichern der Haustür zufrieden geben möchte, der hat alternativ die Möglichkeit, über eine Wechselgarnitur für maximale Sicherheit zu sorgen. Diese ist nur mit einem Knauf ausgestattet und eignet sich besonders für Haustüren, die nicht mehr per Schlüsselschließtechnik geöffnet werden, sondern elektronisch über die Eingabe eines Zahlencodes. Wechselgarnituren gehören somit zur neuen Sicherheits-Generation. Allerdings findet man gegenwärtig größtenteils noch die alte Haustür-Verschlussart. Es bleibt abzuwarten, wie lange es dauern wird, bis sich das elektronische Schließverfahren für Haustüren durchgesetzt hat und von den meisten Haushalten auf dieses zurückgegriffen wird. Damit es irgendwann dazu kommt, muss jedoch der Preis für elektronische Schließanlagen noch deutlich sinken. Denn derzeit ist dieser für diese Art der Haustürverrieglung noch deutlich zu hoch für Normalverdiener. Kurz gesagt: Nur Besserverdiener können sich elektronische Schließanlagen mit Wechselgarnitur leisten.